Momiji
Der rote Ahorn macht endlich, was er schon vor ein, zwei Wochen hätte tun sollen, aber wegen des ungewöhnlich warmen Herbstes bislang beharrlich ablehnte: Er wird rot. Da in unserer Nachbarschaft schon vor langer Zeit jedes Stück Natur konsequent in Beton verwandelt wurde, sind wir am Sonntag quer durch die halbe Stadt gefahren, um einen Park zu besuchen, der berühmt ist für seinen momiji, also für seinen roten Ahorn. Auf die Idee waren allerdings eine ganze Menge anderer Leute auch gekommen.

Koishikawa-Korakuen Park
Trotz der Menschenmassen hat sich der Besuch aber trotzdem gelohnt. Neben rotem Ahorn konnte man vor allem die neuesten Fotoapparate bestaunen, denn, wer hätte es gedacht, Fotografieren ist hier in Japan ein beliebtes Hobby. Und so wie der deutsche Wanderer nie ohne sündhaft teuere Goretex-Jacke, Hightech-Rucksack und atmungsaktive Schuhe durch die Einöde der Eifel dackelt, so geht der japanische Hobby-Fotograf auch nicht ohne seine riesige Fotoausrüstung aus dem Haus. Manche schleppten Objektive durch den Park, mit denen man vermutlich aus 200 Meter Entfernung Portraitfotos sämtlicher Blattläuse machen kann, andere wiederum zückten winzige Kameras, um die sie jeder Stasi-Leutnant beneidet hätte. Mit meiner Wald-und-Wiesen-Kamera bin ich mal wieder kräftig aus der Reihe getanzt, aber das macht man hier als Ausländer sowieso ständig.

Koishikawa-Korakuen Park
Trotz der Menschenmassen hat sich der Besuch aber trotzdem gelohnt. Neben rotem Ahorn konnte man vor allem die neuesten Fotoapparate bestaunen, denn, wer hätte es gedacht, Fotografieren ist hier in Japan ein beliebtes Hobby. Und so wie der deutsche Wanderer nie ohne sündhaft teuere Goretex-Jacke, Hightech-Rucksack und atmungsaktive Schuhe durch die Einöde der Eifel dackelt, so geht der japanische Hobby-Fotograf auch nicht ohne seine riesige Fotoausrüstung aus dem Haus. Manche schleppten Objektive durch den Park, mit denen man vermutlich aus 200 Meter Entfernung Portraitfotos sämtlicher Blattläuse machen kann, andere wiederum zückten winzige Kameras, um die sie jeder Stasi-Leutnant beneidet hätte. Mit meiner Wald-und-Wiesen-Kamera bin ich mal wieder kräftig aus der Reihe getanzt, aber das macht man hier als Ausländer sowieso ständig.
kkchan - 27. Nov, 07:06
awodok - 30. Nov, 13:54
Welcome back, Mistel Kopflos Onsen, wo warst du denn so lange? Während deiner schier unendlichen Abwesenheit ist deine Ex-Redaktion der Idee verfallen, du könntest deine Zeit mit dem Schreiben eines Buches verbringen. Und das wiederum führte zwangsläufig zu der Frage: WIE SIEHT EIGENTLICH EINE JAPANISCHE TASTATUR AUS? Die Sprache hat doch tausende von Zeichen/Silben, im Chinesischen sollen es sogar 5000 sein. Klär uns doch mal auf - uns stell', wenn möglich, auch ein Foto ins Netz
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