Fußball in der Sommerpause
Seit Samstag läuft der Asian Cup – das asiatische Pendant zur Fußball-EM. Lange Zeit dachte ich, außer mir würde sich hier niemand für den Wettbewerb interessieren: Die Zeitungen brachten in den vergangenen Wochen maximal einen Artikel pro Tag und im Fernsehen wurde das Thema vollkommen ignoriert. Selbst der japanische Verband zeigte kein Interesse. In der J-League wurde bis zum vergangenen Wochenende noch gespielt und die Mannschaft ist als Titelverteidiger erst am Mittwoch nach Vietnam geflogen, wo die Gruppenspiele Japans ausgetragen werden. Japans Nationaltrainer Ivica Osim, bekannt für seine ruppige, zynische Art, ist denn auch seit Wochen entsprechend verärgert. Die Haltung des Verbandes sei arrogant, seine Spieler müde und die kritischen japanischen Journalisten sollten mal versuchen, seinen Job besser zu machen.
Auch Takahara, der nach dem Rücktritt von Nakata und der guten Saison bei Frankfurt der große Hoffnungsträger ist, klang in den vergangenen Wochen nicht gerade wie vom Asian Cup besessen. Man wolle den Wettbewerb gewinnen, um sich für den nächsten Confederations Cup zu qualifizieren! Confederations Cup? Ich dachte immer, jeder Profi wolle dieses bedeutungslose Schaulaufen um jeden Preis vermeiden (vielleicht außer Poldi und Schweini). Andererseits war das Unentschieden im Müngersdorfer Stadion gegen Brasilien während des letzten Confederations Cup der bislang letzte Höhepunkt der japanischen Nationalmannschaft.
Wie auch immer – das erste Spiel am gestrigen Abend gegen Katar verlief jedenfalls genauso wie die Vorbereitungen vermuten ließ: Viel Kleinklein, um es mal im Reporterdeutsch auszudrücken. Die Mannschaft spielte langsam, ließ Katar zu viel Platz, hatte kaum Ideen und kam nur durch Zufall in der 60. Minute zum Führungstreffer durch Takahara. Nach einem völlig überflüssigen Foul an der Strafraumgrenze konnte Katar in der 85. Minute ausgleichen. Am Freitag geht es weiter mit dem Spiel Japan gegen Vietnam. Was man sich fern der Bundesliga nicht so alles anschaut.
Auch Takahara, der nach dem Rücktritt von Nakata und der guten Saison bei Frankfurt der große Hoffnungsträger ist, klang in den vergangenen Wochen nicht gerade wie vom Asian Cup besessen. Man wolle den Wettbewerb gewinnen, um sich für den nächsten Confederations Cup zu qualifizieren! Confederations Cup? Ich dachte immer, jeder Profi wolle dieses bedeutungslose Schaulaufen um jeden Preis vermeiden (vielleicht außer Poldi und Schweini). Andererseits war das Unentschieden im Müngersdorfer Stadion gegen Brasilien während des letzten Confederations Cup der bislang letzte Höhepunkt der japanischen Nationalmannschaft.
Wie auch immer – das erste Spiel am gestrigen Abend gegen Katar verlief jedenfalls genauso wie die Vorbereitungen vermuten ließ: Viel Kleinklein, um es mal im Reporterdeutsch auszudrücken. Die Mannschaft spielte langsam, ließ Katar zu viel Platz, hatte kaum Ideen und kam nur durch Zufall in der 60. Minute zum Führungstreffer durch Takahara. Nach einem völlig überflüssigen Foul an der Strafraumgrenze konnte Katar in der 85. Minute ausgleichen. Am Freitag geht es weiter mit dem Spiel Japan gegen Vietnam. Was man sich fern der Bundesliga nicht so alles anschaut.
kkchan - 10. Jul, 08:02

Schönes Unentschieden übrigens
Entsprechend war die Stimmung über weite Strecken gelangweilt bis pro Brasil. Da Brasilien aber nichts zeigte und die Japaner wirklich leidenschaftlich spielten, hatten sie am Ende das Publikum auf seiner Seite. Da waren die meisten regelrecht sauer, dass irgendwann bei 2:2 Schluss war.