Dörfliches Tokio
Meine Frau hat in der Volkshochschule von Köln mal erzählt, dass die meisten Häuser in Tokio Einfamilien-Häuser sind, was ihre Mitschüler schlichtweg für Unsinn hielten. Ich kann den Deutschschülern der Kölner VHS nun versichern: Es stimmt! In Tokio gibt es wirklich erstaunlich viele Einfamilienhäuser und manche Stadtviertel haben einen geradezu dörflichen Charakter. Vor einiger Zeit war ich zum Beispiel im Stadtteil Tsukishima nahe des bekannten Fischmarktes Tsukiji. In dem Viertel stehen fast nur kleine Einfamilienhäuser aus Holz dicht nebeneinander. Von den Balkonen hing die nasse Wäsche herunter und auf den engen Gassen aßen die Bewohner an langen Tischen vor ihren Häusern Fisch mit Reis.

Mitten in Tokio: Tsukishima
Eine ähnliche Atmosphäre herrscht im Stadtteil Kichijyogi, wo meine Frau aufgewachsen ist (und wo man in einem Yakitori-Lokal Kölsch trinken kann, aber das nur am Rande). Rund um die Bahnstation Kichijyogi verkaufen kleine uralte Geschäfte, Miso, geräucherten Fisch und traditionelle Süßigkeiten. Alte Frauen fegen seelenruhig den Bürgersteig und Nachbarn halten über den Gartenzaun hinweg ein kleines Schwätzchen.

Gasse in Tsukishima

Mitten in Tokio: Tsukishima
Eine ähnliche Atmosphäre herrscht im Stadtteil Kichijyogi, wo meine Frau aufgewachsen ist (und wo man in einem Yakitori-Lokal Kölsch trinken kann, aber das nur am Rande). Rund um die Bahnstation Kichijyogi verkaufen kleine uralte Geschäfte, Miso, geräucherten Fisch und traditionelle Süßigkeiten. Alte Frauen fegen seelenruhig den Bürgersteig und Nachbarn halten über den Gartenzaun hinweg ein kleines Schwätzchen.

Gasse in Tsukishima
kkchan - 2. Jul, 17:23
Stefan (Weltsicht Südtribüne) (Gast) - 4. Jul, 20:38
Schön,
wieder was gelernt.
Auch schön, dass die Leute in Japan ihre Blumenkübel vor die Tür stellen können, ohne, dass die wegkommen.
Und dass sie Kölsch trinken ist sowieso toll!
Auch schön, dass die Leute in Japan ihre Blumenkübel vor die Tür stellen können, ohne, dass die wegkommen.
Und dass sie Kölsch trinken ist sowieso toll!
kkchan - 5. Jul, 05:10
Nicht nur Blumenkübel
kann man hier problemlos stehen lassen. Auch Fahrräder werden in Japan lediglich mit lächerlich kleinen Schlössern oder nur mit dem Metallriegel am Hinterrad abgeschlossen. Nur eines sollte man nicht tun: Seine Blumenkübel auf die Umrandung des Balkons stellen. Denn das nächste Erdbeben kommt bestimmt.

sehr traurig, dass in Tokio Kölsch ausgeschenkt wird. Dann verbinden die Japaner mit Deutschland als erstes diese Plörre. Dabei gibt es hier doch fast überall nur richtiges Bier - nur in meiner Wahlheimat wieder nicht.
Hast du dir mal überlegt, ob du einen kleinen Artikel für das Zentralorgan deines ehemaligen Brötchengebers beisteuern willst? Ich halte dir prominente 50 Zeilen frei. Wäre schön, dort fernöstliche Anekdoten platzieren zu können.
Schönen Gruß
Johannes