Die 2-Dollar-Kekse
Bizarr war der chinesische Grenzort Erlian an der Grenze zur Mongolei. Als wir ankamen war es draußen schon dunkel, aber der gesamte Bahnhof war von Scheinwerfern in helles orangenes Licht getaucht. Es roch unerträglich nach Schwefel und aus den Lautsprechern tönte die chinesischen Nationalhymne. Dann erklang eine Frauenstimme vom Band: "Hello. Welcome to China. How do you do?" Nach dieser sehr persönlichen kleinen Ansprache spielte der DJ "Für Elise", dann Rod Stewards "Sailing" und zum Schluss die Titelmusik von Titanic.
Nachdem die Grenzbeamten die Pässe eingesammelt hatten, stürmten sämtliche Passagiere in den einzigen winzig kleinen Supermarkt im Bahnhof, wo man in sämtlichen Wähnrungen der Welt bezahlen konnten. (Vermutlich wurden selbst die Talermünzen des historischen Weihnachtsmarktes angenommen.) Allerdings tippte die Kassiererin die Beträge nicht in die Kasse, sondern schätzte den Wert. Unsere Chips, die aussahen wie Pringles, aber keine waren, sowie zwei Packungen Kekse wurde mit einem kurzen Blick auf 2 Dollar taxiert.
Dann rasten alle wieder wie vom Affen gebissen zurück in den Zug, der nun eine kleine Ewigkeit lang hin und her rangiert wurde, damit die Räder auf die chinesische Spurbreite umgestellt werden konnten. Während des Rangierens tauchten einige Wagons unseres Zuges plötzlich neben unserem Wagon auf, was besonders diejenigen Passagiere erstaunte, die gerade ins Bett gehen wollten und nun in der Unterhose vor unserem Fenster standen.

Radwechsel an der chinesischen Grenze
Nach dem Rangieren wurde der Zug hochgehoben und neue Räder drunter montiert. An den Wänden der Montagehalle hatte jemand sehr schöne kommunistische Parolen gemalt - etwa: "Arbeitet zusammen zum Wohl des Volkes". Im realsozialistischen China ging es dann aber genau so zu wie auf realsozialmarktwirtschaftlichen deutschen Baustellen: Einer arbeitete und der Rest schaute zu. Nach geschlagenen 6 Stunden war das Prozedere beendet und wir waren froh, aus der schwefelhaltigen Luft rauszukommen.

Unser Abteil bei Ankunft in Peking
Nachdem die Grenzbeamten die Pässe eingesammelt hatten, stürmten sämtliche Passagiere in den einzigen winzig kleinen Supermarkt im Bahnhof, wo man in sämtlichen Wähnrungen der Welt bezahlen konnten. (Vermutlich wurden selbst die Talermünzen des historischen Weihnachtsmarktes angenommen.) Allerdings tippte die Kassiererin die Beträge nicht in die Kasse, sondern schätzte den Wert. Unsere Chips, die aussahen wie Pringles, aber keine waren, sowie zwei Packungen Kekse wurde mit einem kurzen Blick auf 2 Dollar taxiert.
Dann rasten alle wieder wie vom Affen gebissen zurück in den Zug, der nun eine kleine Ewigkeit lang hin und her rangiert wurde, damit die Räder auf die chinesische Spurbreite umgestellt werden konnten. Während des Rangierens tauchten einige Wagons unseres Zuges plötzlich neben unserem Wagon auf, was besonders diejenigen Passagiere erstaunte, die gerade ins Bett gehen wollten und nun in der Unterhose vor unserem Fenster standen.

Radwechsel an der chinesischen Grenze
Nach dem Rangieren wurde der Zug hochgehoben und neue Räder drunter montiert. An den Wänden der Montagehalle hatte jemand sehr schöne kommunistische Parolen gemalt - etwa: "Arbeitet zusammen zum Wohl des Volkes". Im realsozialistischen China ging es dann aber genau so zu wie auf realsozialmarktwirtschaftlichen deutschen Baustellen: Einer arbeitete und der Rest schaute zu. Nach geschlagenen 6 Stunden war das Prozedere beendet und wir waren froh, aus der schwefelhaltigen Luft rauszukommen.

Unser Abteil bei Ankunft in Peking
kkchan - 11. Jun, 14:32
