Der Chinese als Solcher
Taxifahren macht in Peking großen Spaß - vorausgesetzt man hat mit seinem Leben bereits abgeschlossen. Die Taxifahrer fahren nicht wirklich schnell, stoßen aber gnadenlos in jede sich bietende Lücke und hupen alle 20 Sekunden völlig grundlos, dafür jedoch umso leidenschaftlicher. Radfahrer und Fußgänger werden komplett ignoriert. Unzählige Male dachte ich, dass es jetzt um den Radfahrer vor uns geschehen sei. Irgendwie sind sich dann aber alle in letzter Sekunde aus dem Weg gegangen. Das Ganze ist wohl ein reibungslos funktionierendes Chaos - so wie der Verkehr in italienischen Großstädten.

Peking
Auch sonst haben es Chinesen anscheinend immer eilig. In großen Menschenmassen drängeln alle ständig vor - selbst alte Chinesen. In einem Moment schlurfen sie noch gebrechlich über die Straße. Doch kaum sind sie in der Schlange angekommen, rammen sie einem den knochigen Ellbogen in die Rippen und huschen wieselflink in die frei werdenden 20 Zentimeter.
Am Bahnhof von Peking mußte ich ungefähr 10 Sekunden in der Tasche nach meinem Ticket suchen. Daher konnten die rund 100 Chinesen hinter mir nicht durch die Ticketkontrolle. Nach 3 Sekunden wurden aus der Menge die ersten Verwünschungen laut, obwohl der Zug erst eine halbe Stunde später abfuhr.
Ansonsten waren die Chinesen aber unheimlich freundlich, haben uns ständig fröhlich angelächelt und uns sehr höflich behandelt. Kein einziger Taxifahrer hat uns betrogen, obwohl wir vor unserer Abreise viel von den betrügerischen Taxifahrern gehört hatten.

Die Verbotene Stadt
Wegen der "Pooh-Affäre" konnten wir leider nicht zur großen Mauer. Gesehen haben wir den Himmelstempel, die Verbotene Stadt und ein lama-buddhistisches Kloster. Letzteres hat mir am besten gefallen. Das Kloster bestand aus fünf bunt verzierten Gebetsräumen und hatte als größte Attraktion eine 18 Meter hohe Buddha-Statue. Die Statue durfte man leider nicht fotografieren. Davor kniete eine füllige Amerikanerin und fuchtelte mit den Armen, was sie offenbar für Beten hielt. Wahrscheinlich hatte sie in der amerikanischen "Brigitte" gelesen, dass Buddhismus jetzt in ist. Neben ihr stand der Ehemann mit Baseballmütze, Shorts und weißen Turnschuhen und blickte ungeduldig und leicht spöttisch auf den Esoterikanfall seiner Frau.

Buddhistisches Kloster
Vor den Gebetsräumen konnte man Räucherstäbchen anzünden, während der Betens kurz schwenken und dann in eine Tonne werfen. Eine Chinesin war mit diesem Ritual offenbar nicht sehr vertraut. Nachdem sie die Räucherstäbchen angezündet hatte gerieten die recht heftig in Brand. Nun stand die Gute da, mit einem Bündel brennender Stäbchen, schüttelte das Ganze wie wild, wodurch das Feuer noch größer wurde und rannte dann voller Panik und in letzer Sekunde zur Metalltonne, um sich der Feuersbrunst zu entledigen. Vermutlich wird sie das auf dem nächsten Parteitag der Kommunisten als Beispiel anbringen, wie gefährlich Religion sein kann.

Betende im Kloster

Lama-Buddhistische Telefonzelle

Peking
Auch sonst haben es Chinesen anscheinend immer eilig. In großen Menschenmassen drängeln alle ständig vor - selbst alte Chinesen. In einem Moment schlurfen sie noch gebrechlich über die Straße. Doch kaum sind sie in der Schlange angekommen, rammen sie einem den knochigen Ellbogen in die Rippen und huschen wieselflink in die frei werdenden 20 Zentimeter.
Am Bahnhof von Peking mußte ich ungefähr 10 Sekunden in der Tasche nach meinem Ticket suchen. Daher konnten die rund 100 Chinesen hinter mir nicht durch die Ticketkontrolle. Nach 3 Sekunden wurden aus der Menge die ersten Verwünschungen laut, obwohl der Zug erst eine halbe Stunde später abfuhr.
Ansonsten waren die Chinesen aber unheimlich freundlich, haben uns ständig fröhlich angelächelt und uns sehr höflich behandelt. Kein einziger Taxifahrer hat uns betrogen, obwohl wir vor unserer Abreise viel von den betrügerischen Taxifahrern gehört hatten.

Die Verbotene Stadt
Wegen der "Pooh-Affäre" konnten wir leider nicht zur großen Mauer. Gesehen haben wir den Himmelstempel, die Verbotene Stadt und ein lama-buddhistisches Kloster. Letzteres hat mir am besten gefallen. Das Kloster bestand aus fünf bunt verzierten Gebetsräumen und hatte als größte Attraktion eine 18 Meter hohe Buddha-Statue. Die Statue durfte man leider nicht fotografieren. Davor kniete eine füllige Amerikanerin und fuchtelte mit den Armen, was sie offenbar für Beten hielt. Wahrscheinlich hatte sie in der amerikanischen "Brigitte" gelesen, dass Buddhismus jetzt in ist. Neben ihr stand der Ehemann mit Baseballmütze, Shorts und weißen Turnschuhen und blickte ungeduldig und leicht spöttisch auf den Esoterikanfall seiner Frau.

Buddhistisches Kloster
Vor den Gebetsräumen konnte man Räucherstäbchen anzünden, während der Betens kurz schwenken und dann in eine Tonne werfen. Eine Chinesin war mit diesem Ritual offenbar nicht sehr vertraut. Nachdem sie die Räucherstäbchen angezündet hatte gerieten die recht heftig in Brand. Nun stand die Gute da, mit einem Bündel brennender Stäbchen, schüttelte das Ganze wie wild, wodurch das Feuer noch größer wurde und rannte dann voller Panik und in letzer Sekunde zur Metalltonne, um sich der Feuersbrunst zu entledigen. Vermutlich wird sie das auf dem nächsten Parteitag der Kommunisten als Beispiel anbringen, wie gefährlich Religion sein kann.

Betende im Kloster

Lama-Buddhistische Telefonzelle
kkchan - 13. Jun, 15:46









